Die Galerie „Zamek“ in Rößel (Reszel)

2014-07-04 12:14:23 (ost. akt: 2016-09-12 10:06:25)

Die Galerie „Zamek“ in Rößel (Reszel)
Die GALERIE befindet sich in dem Südflügel der Burg der ermländer Bischöfe. Zwei große (je 400 m2) Ausstellungssäle sind die Expositionsstelle. Die gotische Burg in Rößel ist ein vierflügeliges Ziegelgebäude im Quadratplan. Sie wurde an der Stelle des früheren hölzernen Wachturms, im südöstlichen Stadtteil, in dem Mäander des Flusses Sajna . Mit dem Bau begann im Jahr 1350 der Bischof Johannes von Meissen, und der Bischof Heinrich Sorbom brachte ihm um das Jahr 1401 zu Ende. 1505 wurde die Burg mit den Schutzmauern umgeben. Nach dem Anschluss des Ermlands an Polen (1466) verlor die Burg ihre ursprüngliche Schutzfunktion und wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in die Sommerresidenz der Bischöfe umwandelt. Bis in das Jahr 1772 befand sich hier auch das Verwaltungszentrum des Kreises Rößel.
In den Jahren 1823-1945 fungierte der geräumige Innenraum der heutigen Galerie als evangelische Kirche. In den Jahren 1976-1985 führte man eine Großrenovierung durch, während derer diese monumentale Fläche der neuen Tätigkeit – die Galerie für Gegenwartskunst – freigegeben und den Besuchern zur Verfügung gestellt wurde.
In den Jahren 1958-1990 stand die Burg Rößel unter dem Patronat des Gesellschaftlich-Kulturellen Vereins „Pojezierze“. In dieser Zeit fanden dort zahlreiche Freilichtmalereien und Kunstveranstaltungen statt. Die Burg wurde zum Sitz des Kulturzentrums, geleitet von Barbara und Andrzej Hulanicki, wo viele Jahre lang ein Atelier für Weben funktionierte. Über die nächsten Jahre wurde die Burg von Bolesław Marschall – einem Bildhauer – und seine Frau Jolanta verwaltet.
Anfang der 80er Jahre fanden unter Ägide des Gesellschaftlich-Kulturellen Vereins „Pojezierze” und in der Zusammenarbeit mit dem damals eingefrorenen Verband der Polnischen Bildenden Künstlern (ZPAP), zwei Freilichtmalereien statt und es wurde auch die Galerie „Zamek“ ins Leben gerufen. Eine unabhängige Initiative stellten die Ausstellungen aus der Biennale di Venezia dar, die in den Jahren 1985-1989 stattfanden. Zu den ausstellenden Künstlern gehörten Andrzej Fogtt und Bożenna Biskupska (1985), Bronisław Chromy, Franciszek Starowieyski, Andrzej Kreutz – Majewski und Tadeusz Malkiewicz (1987), Izabela Gustowska, Władysław Jackiewicz und Antoni Porczak (1989).
Franciszek Starowieyski schrieb sich mit seiner jahrelangen künstlerischen Arbeit für immer in die Kulturgeschichte der Galerie „Zamek“ und der Stadt Rößel ein, wo insgesamt drei seine Ausstellungen präsentiert wurden: 1987 – eine Sammelausstellung, 1992 – eine individuelle Gemäldeausstellung und 2003 – eine retrospektive Ausstellung, welche die Plakate aus den Sammlungen von Piotr Dąbrowski und Agnieszka Kulon sowie aus dem Plakatmuseum in Wilanów, dem Nationalmuseum in Posen und aus dem Museum für Ermland und Masuren in Allenstein präsentierte. Im Jahre 2007 wurde Franciszek Starowieyski von der Stadt Rößel die Ehrenbürgerschaft verliehen, und im Jahr 2008 wurde auf der Burg seine Hand abgegossen und in eine der sich im Burghof befindenden Wände eingemauert. Posthum (2009) fügte man eine Aufschrift zu: „Hier, in den Jahren 1986-2000 schuf der hervorragende Künstler Franciszek Starowieyski“. In der Galerie in Rößel bleibt für immer sein großformatiges Gemälde – das monumentale Theater des Zeichnens Die Pilgerfahrt zum Heiligen Halbpferd (bestehend aus 13 Teilen mit einer allgemeinen Abmessung von 4 x 25,35 m), das 1986 in Venedig präsentiert wurde und seit dem Jahr 1989 im Besitz des Museums für Ermland und Masuren in Allenstein ist.
Die Galerie „Zamek“ in Rößel wurde in der Region durch ihre langjährige kulturelle Tätigkeit zu einem eigenartigen Zentrum der Gegenwartskunst, wo zahlreiche polnische und ausländische Künstler ihre Werke ausstellten. Unter diesen waren der schon erwähnte Franciszek Starowieyski, Natalia LL, Edward Dwurnik, Paweł Althamer oder Professoren aus dem Kreis der Warschauer Akademie der Bildenden Künste (ASP). Hier werden auch die Sammlungen des Museums für Ermland und Masuren präsentiert. Des Öfteren finden in der Galerie Theaterereignisse, Performance und künstlerische Treffen, unter anderen die internationalen „Kunsttage“ statt, welche die polnisch-deutsche künstlerische Zusammenarbeit verbreiten.



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